Schmuck reinigen mit Ultraschall

Häufig verlieren Schmuckstücke, die uns besonders große Freude bereiten und die wir am liebsten niemals ablegen, über die Zeit ihren Glanz und ihre Strahlkraft. Der Griff zur Zahnbürste oder das Behandeln mit speziellen Reinigungslösungen soll möglichst schnell den alten Glanz zurückbringen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Durch zu intensives Schrubben können unschöne Kratzspuren entstehen und auch eine zu hoch dosierte Lösung kann für eine böse Überraschung sorgen und die Strahlkraft der behandelten Preziosen noch weiter einschränken. Hochwertiger Schmuck bedarf einer schonenden und sorgsamen Behandlung und hierfür eignet sich Ultraschall perfekt.

Hierzu wird lediglich etwas Wasser benötigt und in besonders hartnäckigen Fällen einige Tropfen eines milden Spülmittels. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten und zu berücksichtigen. Denn nicht jede Art von Schmuckmaterial ist für den Einsatz von Ultraschall geeignet.

 

Schmuck reinigen

 

Clevere Technik sorgt für neuen Glanz

Ultraschallreiniger machen sich den Prozess der Kavitation für die Reinigung zunutze. Wassermoleküle werden hierzu in konstante Schwingung versetzt und erzeugen einen konstanten Über- und Unterdruck. Dieser Prozess sorgt für einen permanenten Wechsel, der über tausendmal im Sekundentakt auftritt. Hierbei entstehen winzig kleine Luftbläschen, die bis in die kleinsten Spalten des verschmutzten Schmuckstücks eindringen. Der kontinuierliche Druck im Ultraschallbad bringt die winzigen Luftbläschen zum Explodieren und eliminiert hierbei jegliche Art von Schmutzpartikeln auf der Schmuckoberfläche. Dieser Prozess findet auf Minimalniveau statt und macht den Ultraschall zur absolut schonendsten Reinigungsart.

Es werden selbst verwinkelte Bereiche und Öffnungen porentief gesäubert, die von Hand gar nicht hätten bearbeitet werden können. Die Resultate bieten absolut überzeugende Ergebnisse unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben und den Verzicht auf aggressive chemische Reinigungssubstanzen.

 

 

Ultraschall ist perfekt für Edelmetall

Ultraschallreiniger sind vielseitig und individuell verwendbar und werden häufig auch zum Säubern von Brillen, Kosmetikutensilien oder auch verdreckten Münzen verwendet. In medizinischen Praxen gehört die Ultraschallreinigung zum normalen Tagesalltag. Perfekt eignet sich diese Methode für Materialien aus hochwertigem Edelmetall wie Gold und Silber. Massive Teile, die aus einem Stück gearbeitet sind und keine weiteren Materialien eingebaut haben sind rasch gesäubert.

Individuell gefertigte Preziosen, die beispielsweise über angeklebte Perlen verfügen, sollten nicht ins Ultraschallbad gelegt werden. Die Perlen könnten sich lösen und das Schmuckstück massiv beschädigt werden. Generell sind Perlen nicht für die Reinigung mit Ultraschall geeignet. Sie verfügen über eine weiche Schutzschicht, die vom Ultraschall leicht zerstört werden kann. Überhaupt sollte auf die Reinigung von mit Edelstein verzierten Gegenständen verzichtet werden. Aufgrund ihrer besonderen Oberflächenstruktur verlieren sie an Strahlkraft und Glanz und sind im Anschluss nicht mehr zu gebrauchen. Zu den ungeeigneten Steinen gehören hierbei beispielsweise Smaragde, Türkise, Opale, Malachiten oder auch der Schwarze Onyx. Es ist ratsam sich gleich beim Kauf eines neuen Schmuckstücks beim Händler über die geeignete Reinigungsmethode zu informieren.

Auch Naturschmuck aus Holz und Leder ist für das Bad im Ultraschall ungeeignet. Für den täglichen Gebrauch finden sich Modelle mit einem Fassungsvolumen von 500 bis 600 ml im Handel. Dies ist die perfekte Größe und bietet die ideale Möglichkeit mehrere Gegenstände gleichzeitig zu reinigen. Sehr schöne Ergebnisse werden erzielt, wenn das eingesetzte Wasser zuvor erhitzt und mit einigen Tropfen Spülmittel versetzt wurde. Auch mehrere Waschgänge sind möglich und so sorgen 2–3 Reinigungen häufig für besonders strahlende Ergebnisse.